Meine Ausstellung im Rathaus Neuried

Die Ausstellung läuft bis Ende Juni

Natalia Matveeva

Willkommen

Ich bin die Künstlerin Natalia Matveeva. Ich freue mich, dass Sie meine Website besuchen. Hier können Sie meine Arbeiten entdecken. Über Ihre Rückmeldung würde ich mich freuen hier.

Ich zeichne seit meiner frühen Kindheit. Meine ersten Arbeiten entstanden im Kindergarten auf dünnem, gelblichen Papier mit einem einfachen Bleistift. Jeden Tag kam ich mit einem neuen Stapel meiner Zeichnungen nach Hause.

Ein wenig später entdeckte ich Filzstifte, und meine zeichnerischen Horizonte erweiterten sich. In meinen Zeichenalben machte ich gesättigte Zeichnungen, die zugleich grafisch und malerisch waren. Es machte mir Spaß, alle Farben miteinander zu mischen und zu schauen, was dabei herauskommt; oder mit Filzstiften auf dem Papier ein malerisches Feuerwerk zu veranstalten; oder jede Farbe mit einer schwarzen Kontur nachzuziehen – das machte die Zeichnung ausdrucksstärker.

In der Kunstschule wurde das ausschließliche Zeichnen mit Filzstiften offiziell „abgeschafft“. Ich lernte Farben kennen – Aquarell und Gouache. Meine erste kleine Aquarellkasten schenkte mir meine Lehrerin. Ich bewahre ihn bis heute auf.

Heute entstehen meine Arbeiten meist in Öl, und ich genieße seine malerischen Möglichkeiten: Pastosität, Transparenz, Farbtiefe, die Textur des Pinselstrichs.

Trotz Ausbildung an verschiedenen Einrichtungen zeichne und male ich weiterhin mit Freude. Ich arbeite nach der Natur und im Atelier, in verschiedenen Ländern und Städten.

Jeden Tag – zu Hause, auf der Straße, in der Natur, an Orten, die mir unerwartet gefallen haben – mache ich kleine Skizzen. Aus diesen Beobachtungen entstehen die Kompositionen zukünftiger Bilder.

Ich nehme die Welt durch das Prisma der Farbe wahr und genieße das. Ich befreie mich von überflüssigen Details, suche nach neuen Bildern, nach Themen, die mir nahe sind. Ich lade Sie in meine Welt ein!

Stadtlandschaft

Die Serien meiner Arbeiten fügen sich von selbst. Die Serie „Stadtlandschaft“ ist eine der größten.

Ich reise oft. Städte und kleine Städtchen inspirieren mich zu neuen Sujets. Mich interessieren sowohl historische Räume als auch das moderne Leben.

Ich versuche, mir die Atmosphäre eines mir gefallenen Ortes, die Stimmung der Stadt zu merken. Ich mache Studien nach der Natur. Danach durchdenke und entwickle ich im Atelier die gefundenen Kompositionen. Auf der Leinwand verändern sich die Sujets oft bis zur Unkenntlichkeit, und das Ergebnis unterscheidet sich stark von dem, was ursprünglich beabsichtigt war.

Venedig

Für mich ist Venedig – die reine Malerei.

Seine engen Gassen erzählen Geschichten. Noch vor einem Jahr verkaufte in einer von ihnen ein Trödler namens Mario, der die Tauben gern fütterte. Jetzt ist das Lädchen geschlossen, und nur eine Todesanzeige bewahrt die Erinnerung an ihn. In einer meiner Arbeiten bewahre ich diese Geschichte.

Hier ist meine venezianische Inspiration: die Romantik der Fortbewegung auf dem Wasser, die unzähligen Lädchen und Geschäfte - gemütlich und heruntergekommen, die Reste von Mahlzeiten auf Tischen im Freien, der Zustand von Wasser und Himmel - wie erstarrte Milch und Gelee, der geheimnisvolle geflügelte Löwe, die leuchtenden Farben der Architektur, die theatralische Atmosphäre der Nacht.

Eine Mahlzeit in einem spätabendlichen venezianischen Restaurant hinterlässt malerische Artefakte, auf die ich mich wie eine Krähe mit Bleistift und Pinsel stürze.

Côte d’Azur

Meine Frühlingsreise an die Südküste Frankreichs. Als Erstes fiel mir das Blau auf - es ist dort überall. So entstand die Serie „Côte d’Azur“, deren Grundlage genau dieser Farbton ist.

Bei Spaziergängen entlang der Küste habe ich Szenen und handelnde Figuren erspäht: ein Kiosk, das Meer, ein Zug, ein gemütliches Restaurant, Wellen, Vögel, Hunde, laufende Gestalten, Felsen, Kinder, Palmen.

Ich habe improvisiert Hintergründe auf quadratischen Formaten gemalt und mehrere mich inspirierende Sujets skizziert. Über den „zufälligen“ Hintergrund malte ich nur mit wenigen Farben: Blau, Weiß, Ocker und Schwarz.

Hinzu kamen Eindrücke von Spaziergängen durch die Küstenstädtchen, in denen das azurblaue Blau erneut die Hauptrolle spielte.

Fenster

In allen neuen Räumen eile ich als Erstes zum Fenster. Vielleicht eröffnet sich ein Wunder - etwas Unerwartetes und Wichtiges für mich.

In Fenster zu schauen liebe ich seit meiner Kindheit. Wenn ich meine Tante besuchte, wunderte sie sich immer, wie lange ich aus ihrem Fenster hinausschaute. Und die Fenster in ihrer Wohnung waren besonders - Fenster eines alten Hauses, die auf einen gemütlichen kleinen Vorgarten mit Pforte blickten, in dem Blumen wuchsen.

Vorstadtlandschaft

Meist entstehen meine Sujets aus Beobachtungen. Wann immer es möglich ist, mache ich schnelle Skizzen. Im Sommer male ich oft Studien nach der Natur in Aquarell oder Öl. Am bequemsten ist es, an menschenleeren Orten nach der Natur zu arbeiten - in den Vororten, in kleinen Städten oder in der Natur.

Wenn ein Sujet eine Weiterentwicklung verspricht und mich noch interessiert, arbeite ich später im Atelier daran - in einem anderen Format und möglicherweise in einem anderen Material, das sich nach meinem Empfinden gerade für diese Komposition eignet: Pastell, Aquarell, Kohle, Bister.

Ich liebe weiche grafische Mittel - Bister und Kohle - die ich für schnelle Skizzen verwende. Manchmal lasse ich sie auf Leinwand und Papier gleichberechtigt neben Farbe und Malerei in einigen Arbeiten stehen.

Die Landschaft ist für mich immer zugänglich: Sie ist meine tägliche Beobachtung - stille Natur, die keiner besonderen Bedingungen bedarf.

Interieurs

Mich zieht die Atmosphäre eines geschlossenen Raums – eines Zimmers – an. In meinen Arbeiten versuche ich, die Stimmung des Ortes und das Gefühl menschlicher Präsenz zu vermitteln, sei es offensichtlich oder nur ganz subtil.

Wichtig sind Beleuchtung, Kolorit und Details: ein Fenster, eine Tür, ein Koffer, ein Spiegel, die Dinge eines Kindes oder eines Erwachsenen.

Ein interessantes Thema für mich ist das Badezimmerinterieur: die Gegenstände, mit denen ein Mensch sein kleines tägliches Ritual vollzieht und die Intimität und die alltägliche Präsenz des Lebens bewahren.

Stillleben

Meine Stillleben sind chaotisch. Sie sind nicht eigens komponiert, sondern gleichsam dem Leben abgeschaut.

Eines meiner Lieblingsthemen sind die Reste nach einer Mahlzeit: Essensreste, schmutziges Geschirr, Spuren des Alltags. Frühstücke, Mittag- und Abendessen. Tische in Cafés.

Ich versuche, die Präsenz des Menschen zu vermitteln - das, was er berührt hat und was er hinterlassen hat: seine Anordnung, seine Ordnung oder Unordnung.

Finnland

August–September 2024. Das Ende des Sommers, das in den Beginn des Herbstes übergeht. Ich war in Finnland und habe ein kleines Öl-und-Aquarell-Tagebuch mit schnellen Studien und lebendigen Skizzen angelegt.

Auf dieser Reise habe ich ausschließlich nach der Natur gearbeitet - mit Öl, Aquarell, Kohle, Tusche und Pastell. Der Wind half mir, der Regen begleitete mich. Kühe zeigten reges Interesse - sie waren meine täglichen Zuschauer.

Fast den ganzen Monat habe ich meine Sujets am selben Ort gewählt, nicht weit von dem Haus entfernt, in dem ich wohnte. Und das stellte sich als ganz und gar nicht langweilig heraus - im Gegenteil, jeder Tag brachte neue Beobachtungen.

Der Wald wurde zu einer der Hauptfiguren meines Pleinairs. Und außerdem: ein kleines Boot, Wolken, Kiefern, felsige Ufer, Birken, Moos, Beeren, Ebereschen, Fliegenpilze, buntes Gras, der See.

Besonders wertvoll war für mich die Arbeit mit dem Morgen. In der Stadt ist es fast unmöglich, ein solches Morgenlicht einzufangen, und mehrmals wachte ich noch vor der Morgendämmerung auf, um die allerfrüheste Tageszeit auf der Leinwand festzuhalten.

Der Höhepunkt des finnischen Pleinairs war der Sturz des Malkastens mit Pinseln und Farben vom kleinen Steg ins Wasser des Sees - und die gleichzeitige Invasion einer ganzen Herde an Malerei interessierter Kühe.

Menschen und Tiere

Jedes Mal möchte ich ein lebendiges Bild einfangen: einen Zustand, eine Stimmung, eine Bewegung. Meistens sind meine Porträts „Momentporträts“.

Meine Modelle sind am häufigsten die, die mir nah sind: nahestehende Menschen, alle, die mich im Alltag umgeben.

Linolschnitt

Linolschnitt ist mein Hobby. In dieser Technik fertige ich Postkarten und kleine dekorative Bilder an. Das ist meine „freche“ Tätigkeit ohne große Ambitionen. Oft ist das Druckergebnis unerwartet und ziemlich wirkungsvoll.

Ich probiere verschiedene Hintergründe für die Bilder aus: farbige, aquarellierte. Manchmal übertrage ich Sujets meiner Arbeiten in den Linolschnitt.

Ich liebe den farbigen Linolschnitt. Wenn ich ein solches Bild mache, schneide und drucke ich jede Farbe separat, daher zieht sich der gemächliche Prozess über viele Tage hin.

Neuried

Ich lebe in Neuried und stelle den Alltag dieser kleinen Stadt dar. Es ist ein gemütlicher Ort mit vielen ruhigen, liebenswerten Ecken. Mir gefällt der Neurieder Alltag.

Als Künstlerin ziehen mich Höfe, Abhänge, Wege und der Wald an. Die zart rosafarben blühenden Bäume im Frühling gehören zu den Hauptzierden der Stadt. Der herbstliche Wald, die Vorfreude auf Weihnachten in der Stadt, die blühenden Linden, die alte Kirche – all das ist zu Motiven meiner Landschaften geworden.

Ausstellung in Neuried

Im Rathaus Neuried wurde meine persönliche Ausstellung eröffnet.

Gezeigt werden über 40 Werke in verschiedenen Formaten, die das Thema städtischer und vorstädtischer Landschaften vereinen. Darunter befinden sich Arbeiten, die von Venedig, Spanien und der kleinen Gemeinde Neuried, in der ich lebe und arbeite, inspiriert sind.

Die Ausstellung läuft bis Ende Juni. Besuchen können Sie sie während der Öffnungszeiten des Rathauses:

  • Montag — 8:00–12:00
  • Dienstag — 8:00–12:00
  • Mittwoch — 8:00–12:00, 15:00–18:00
  • Donnerstag — 8:00–12:00
  • Freitag — 7:30–12:00

Rathaus Neuried, Hainbuchenring 9-11, 82061 Neuried

Ich freue mich auf Ihren Besuch und Ihre Einträge im Gästebuch.

Kontakt

Natalia Matveeva