Ich freue mich, dass Sie auf meine Website gefunden haben. Hier sind meine Arbeiten der letzten Jahre versammelt, in denen ich Raum, Licht und alltägliche Motive erforsche. Ich hoffe, Ihnen gefällt, was Sie sehen.

Seit meiner Kindheit war das Zeichnen für mich eine Möglichkeit, die Welt zu sehen und sie zu berühren. Später wurde es zu einer leisen Sprache, in der ich sagen konnte, was ich fühle – ganz ohne Worte.
Mich interessiert, wie Raum, Licht und Luft sich zu einem Gefühl von Anwesenheit fügen – sei es ein leeres Feld, eine alte Mauer oder eine kaum merkliche Bewegung der Wolke. In der Landschaft suche ich nicht nur die Ansicht, sondern auch die Stimmung, die sie trägt, und wie einfache Formen so viel in sich aufnehmen können.

Ich arbeite sowohl in der Grafik als auch in der Malerei. Ich liebe die Präzision der Linie, die Dichte des Schwarz im Linolschnitt, die Rauheit von Kohle und Graphit. In der Ölmalerei erscheint dafür die Farbe, das Volumen der Luft, die Möglichkeit, leiser und langsamer zu sprechen und die Farbe selbst die Geschichte erzählen zu lassen.

Zurzeit lerne ich weiter, probiere neue Techniken und Materialien aus und bin unter Menschen, die mit Kunst leben. Ich möchte meine Arbeiten einem breiteren Publikum zeigen, Rückmeldungen bekommen und wachsen – nach und nach von überflüssigen Details zu einem klaren und präzisen Bild gehen, damit der Betrachter einfach hineingeraten kann.
Diese Serie zeigt die Schönheit jener Momente, die Stadtbewohner fast nicht mehr bemerken. Ob mittelalterliche Gasse oder modernes Wohnviertel – in jeder Ecke steckt eine eigene Poesie von Form und Farbe. Diese Bilder versuchen den Augenblick zu fassen, in dem die Stadt aufhört, nur Kulisse zu sein, und Teil einer lebendigen, wandelbaren Welt wird.
Es gibt hier viel Farbe, Licht und Geometrie – Fassaden, Pflaster, Linien der Dächer fügen sich zu einem Rhythmus, der dem Atem ähnelt. Es ist ein Blick auf die Stadt ohne Eile, mit Aufmerksamkeit für Details und für die einfachen Dinge, aus denen sich ein Gefühl von Zuhause und Geborgenheit zusammensetzt.

Venedig ist eine meiner liebsten Städte, in die ich immer wieder zurückkehren möchte. Jedes Mal eröffnet sie sich neu: im weichen Morgenlicht oder in den Spiegelungen der Abendlichter auf dem Wasser. Hier scheint die Zeit langsamer zu fließen, sodass man jedes Detail betrachten, den Atem der Stadt hören und ihre besondere Stimmung spüren kann.
In diesen Bildern ist Venedig nicht touristisch und nicht festlich, sondern lebendig und ein wenig nachdenklich. Die Stadt scheint sich in den Farben aufzulösen und hinterlässt ein Gefühl von Ruhe und Licht, das bleibt, auch nachdem der Blick sich vom Leinwand löst.
Die Côte d’Azur zieht mich mit ihrer stillen Atmosphäre an. Hier bestimmt das Meer den Rhythmus des Tages, das Licht fällt besonders weich, und das Rauschen der Wellen wischt überflüssige Gedanken fort. Ein Ort, an den man zurückkehren möchte, um die schlichte Leichtigkeit und Wärme wieder zu spüren.
In dieser Serie male ich Wellen, Strandcafés und Menschen, die es nicht eilig haben. In jedem Motiv steckt etwas sehr Einfaches und Behagliches: Sonne auf dem Wasser, Schatten von Sonnenschirmen, leise Gespräche an den Tischen. Diese Momente möchte ich auf der Leinwand bewahren, um jederzeit zu ihnen zurückkehren zu können.


Fenster sind in meinen Bildern immer eine Grenze: eine feine, fast unsichtbare Linie zwischen „hier“ und „dort“, zwischen dem eigenen Zimmer und der fremden Welt. Sie trennen Wärme und Kälte, Stille und Straßenlärm, Gegenwart und das, was hinter dem Horizont geschieht. Manchmal schützt diese Grenze, verbirgt vor Regen und Blicken; manchmal lockt sie und verspricht Freiheit mit einer einzigen Handbewegung.
Ein offenes Fenster löscht die Barriere, lässt den Wind der Veränderung herein und die Düfte ferner Wege. Ein geschlossenes lässt uns mit uns selbst zurück – mit Spiegelungen im Glas und den Schatten der Erinnerungen. Für mich ist das Fenster eine ewige Schwelle, ein Ort, an dem das Gewohnte endet und das Unbekannte beginnt, wo der Betrachter unwillkürlich innehält und sich fragt: hinübergehen oder bleiben?
Im Leben des modernen Stadtbewohners ist echte Wildnis oft schwer erreichbar – sie ist weit weg, und Zeit dafür fehlt meist. Doch ich bemerke immer öfter, dass auch die Vororte großer Städte ein echtes Gefühl von Kontakt mit der Natur geben. Hier kommen Bäume, Büsche und Gras fast unmittelbar an die Häuser heran, und die ordentlichen Linien von Alleen oder Parkwegen stören dieses Empfinden nicht.
In meinen Vorstadtlandschaften versuche ich genau diese Nähe zu zeigen: Kleine Häuser dominieren nicht, sondern existieren ruhig inmitten des Grüns. Schlichte Wege, Bänke und gerade Pflanzreihen deuten lediglich auf die Präsenz des Menschen hin, ohne den natürlichen Rhythmus zu brechen. Für mich ist das ein Raum an der Grenze – ein Ort, an dem die Stadt bereits endet und die Natur beginnt, wirklich zu sprechen.



In meinen Arbeiten möchte ich nicht nur Räume zeigen, sondern die Atmosphäre und die Stimmung eines Ortes. Mich interessiert, wie Licht, Schatten und Texturen ein Gefühl von Anwesenheit und Geborgenheit schaffen und so jedes Interieur lebendig machen.
Ich achte aufmerksam auf Details: Möbel, Dinge und Accessoires werden Teil der Komposition und erzählen ihre eigene Geschichte. Durch Interieurs zeige ich den Charakter und die innere Welt ihrer imaginären Bewohner und lade den Betrachter ein, in diese stillen Winkel des Lebens hineinzuschauen.
In meinen Stillleben beobachte ich meist bereits bestehende Anordnungen von Gegenständen, statt sie künstlich zu schaffen. Ich fange die Momente ein, in denen Form, Farbe und Licht zu einer stimmigen Komposition zusammenfinden, und versuche, diese natürliche Schönheit auf die Leinwand zu bringen.
Einfache Dinge – Früchte, Blumen, Bücher, Geschirr – gewinnen Charakter und Emotion, wenn ich sie bemerke. Mir ist wichtig, dass der Betrachter innehalten, die Details betrachten und jene Ästhetik des Moments spüren kann, den ich festhalten konnte.




Einmal verbrachten wir den Urlaub in einem abgeschiedenen Häuschen in Finnland – und gerade dort fand ich eine seltene Verbindung aus Inspiration und freier Zeit. Stille Wälder, klare Seen und das weiche nordische Licht boten die Motive fast von selbst an. Ich beobachtete einfach und ließ die Natur für sich sprechen.
Diese Serie vereint Arbeiten in Öl und Aquarell, entstanden in jener besonderen Stimmung aus Ruhe und Konzentration. Darin sind die Frische der morgendlichen Spaziergänge, das Geräusch des Regens auf dem Holzdach und das Gefühl der abgeschiedenen Stille, das man im Alltag so selten einfängt.
In dieser Serie schaffe ich Porträts von Menschen und Haustieren und betrachte jeden Protagonisten für sich. Wichtig ist mir, Charakter, Stimmung und jene kaum sichtbare Grenze einzufangen, die ein Bild lebendig macht – sei es ein Blick, die Linie der Schultern oder eine kleine Bewegung.
Ich beobachte die Individualität jedes Modells und versuche, sie in reiner Form zu zeigen, ohne überflüssige Inszenierung. Diese Porträts sind ein Versuch, den Moment festzuhalten, in dem das Äußere zum Spiegel der inneren Welt wird.


Der Linolschnitt ist für mich ein Dialog mit dem Material, bei dem jede Handbewegung eine Spur hinterlässt, die sich nicht mehr rückgängig machen lässt. Ich mag seine Ehrlichkeit und Geschlossenheit: Beim Schneiden denkt und fühlt man den Bildausschnitt gleichzeitig, trennt Überflüssiges ab und verstärkt das Wesentliche.
Diese Arbeiten streben nicht nach perfekter Glätte, sondern zeigen den Charakter des Strichs und die Energie des Kontrasts. Ich möchte, dass der Betrachter den Prozess sieht, den Atem der Linie spürt und merkt, dass in der Einfachheit der Form eine große Ausdruckskraft verborgen sein kann.
Diese Serie handelt von meinem kleinen Städtchen, das ich jeden Tag sehe – und doch jedes Mal ein wenig anders. Mich interessiert sein gewöhnliches, fast unmerkliches Leben: vertraute Straßen, Kreuzungen, Fassaden, abends das Licht in den Fenstern, die Pausen zwischen Passanten und dieses ruhige Rhythmusgefühl, das sich schwer in Worte fassen lässt.
Ich versuche, Neuried ehrlich und schlicht zu zeigen, als einen Ort, an dem die Stadt menschlich und verständlich bleibt. Die Inspiration liegt nicht in Ereignissen, sondern in wiederkehrenden Details, die plötzlich ausdrucksstark und bedeutend werden.